Wichtig: Hörsturz ist ein medizinischer Notfall

Bei Verdacht auf einen Hörsturz sofort einen HNO-Arzt oder eine Notaufnahme aufsuchen – idealerweise innerhalb von 24 Stunden. Warten verschlechtert die Heilungsaussichten erheblich.

Was versteht man unter einem Hörsturz?

Ein Hörsturz ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust, der ohne erkennbare äußere Ursache auftritt – häufig innerhalb von Sekunden oder Stunden. Er kann mit Ohrgeräuschen (Tinnitus), einem Druckgefühl im Ohr oder Schwindel verbunden sein.

In Deutschland erleiden schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Menschen pro Jahr einen Hörsturz. Er kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Häufige Merkmale eines Hörsturzes

Plötzlicher Hörverlust

Meist auf einem Ohr, oft ohne Vorwarnung

Ohrgeräusche

Piepen, Rauschen oder Summen im betroffenen Ohr

Druckgefühl

Gefühl von „Watte im Ohr" oder Verstopfung

Schwindel

Manchmal begleitet von Gleichgewichtsstörungen

Was löst einen Hörsturz aus?

Die genaue Ursache eines Hörsturzes ist oft nicht eindeutig feststellbar. Als häufige Auslöser gelten:

Durchblutungsstörungen im Innenohr

Die wahrscheinlichste Ursache in den meisten Fällen: Eine kurzfristige Durchblutungsstörung im Innenohr unterbricht die Versorgung der Haarzellen – ähnlich wie ein Schlaganfall, nur im Kleinen. Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Rauchen und Stress.

Stress und Überlastung

Viele Betroffene berichten, dass ihr Hörsturz in besonders stressreichen Lebensphasen aufgetreten ist. Stress gilt als einer der wichtigsten Triggerfaktoren – der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig erforscht.

Virusinfektionen

Bestimmte Viren – darunter Herpesviren oder das Virus der Mumpserkrankung – können den Hörnerv schädigen und einen Hörsturz auslösen. In diesen Fällen wird zusätzlich zur Kortison-Therapie ein antivirales Medikament eingesetzt.

Wie wird ein Hörsturz behandelt?

Die Standardbehandlung ist eine hochdosierte Kortison-Therapie – entweder als Tablette oder direkt ins Mittelohr injiziert (intratympanale Injektion). Je früher die Behandlung beginnt, desto höher die Chance auf vollständige Erholung des Hörvermögens.

Bei vielen Betroffenen erholt sich das Gehör innerhalb von Wochen vollständig oder teilweise. Bleibt ein dauerhafter Hörverlust zurück, kann dieser mit einem Hörgerät sehr gut ausgeglichen werden.

Was tun, wenn ein Hörverlust zurückbleibt?

Wenn nach einem Hörsturz ein dauerhafter Hörverlust zurückbleibt, empfehlen HNO-Ärzte in der Regel eine Hörgeräteversorgung – frühestens drei Monate nach dem Ereignis, wenn feststeht, ob sich das Gehör noch weiter erholt.

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Ein Hörsturz ist ein medizinischer Notfall: plötzlicher Hörverlust auf einem Ohr, oft begleitet von Tinnitus oder Schwindel. Schnelles Handeln ist entscheidend – je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Heilungschancen.  Bleibt nach einem Hörsturz ein dauerhafter Hörverlust zurück, lässt er sich mit einem modernen Hörgerät sehr gut ausgleichen. Beim Hörclub beraten unsere ausgebildeten Hörakustiker Sie kostenlos – auch zu einseitigem Hörverlust und der Abwicklung des Krankenkassenzuschusses von bis zu 1.500 Euro. Hörgeräte von Phonak, Signia, Oticon und Starkey – günstig und persönlich.

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